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Häusliche Gewalt ist kein Schicksal – Frauen brauchen Schutzräume

 „Dass dies heute wichtiger ist denn je, zeigt die Vielfalt der Herkünfte und Lebenslagen der Frauen, die in den Frauenhäusern Zuflucht finden“, so Regina Braun, Diözesanvorsitzende der kfd. „Es kann nicht sein, dass immer wieder Frauen abgewiesen werden müssen, weil ihr Aufenthalt nicht bezahlt werden kann oder die Übernahme der Kosten nicht geregelt ist“. In Bayern werden die Frauenhäuser vorrangig von der freien Wohlfahrtspflege getragen. Die Häuser werden über die kommunale Daseinsvorsorge finanziert. Frauen, die keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben, müssen ihren Aufenthalt ­selbst zahlen. Das betrifft z.B. auch Studentinnen oder Immigrantinnen.

kfd-Frauen haben an vielen Orten in den 90er Jahren die Gründung der Frauenhäuser unterstützt und begleiten sie durch Spenden und ehrenamtlichen Einsatz bis heute. „Es ist ein Skandal, dass ein Viertel Jahrhundert nach der Gründungsphase an vielen Orten die Finanzierung nicht gesichert ist“, so Braun weiter. „Um Frauen Auswege aus häuslichen Gewaltsituationen zu ermöglichen, braucht es flächendeckend Frauenhäuser, die ihnen für die erste Zeit der Neuorientierung Schutz und Beratung bieten.“

In Bayern gibt es derzeit 38 staatlich geförderte Frauenhäuser mit 339 Plätzen für misshandelte Frauen und 400 weiteren Plätzen für die Kinder der Frauen. Das reicht bei Weitem nicht aus. In etwa doppelt so viele Plätze würden in Bayern für Frauen und ihre Kinder benötigt, die Hilfe suchen.

Gewalt betrifft Frauen jeder Herkunft.

Daher hat der kfd-Bundesverband einen kostenlosen Flyer im Bestand, der über die bundesweite Notrufnummer (08000 / 11 60 16) und die nächsten Frauenberatungsstellen informiert.

So sollen betroffene Frauen ermutigt werden, sich Hilfe zu suchen.

 

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