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Equal Pay Day am 18. März 2019

„Machen, rausgehen, Verbündete suchen und zusammen Änderungen erreichen!“ – diese Aufforderung des Münchner Aktionsbündnis 2019 zum Equal Pay Day richtet sich an Frauen jedes Alters. Noch bis zum 29. April 2019 sind viele Veranstaltungen rund um das Thema Lohngerechtigkeit geplant, ein Höhepunkt ist am Montag, 18. März um 16 Uhr der Münchner Aktionstag am Marienplatz/Fischbrunnen, der unter der Schirmherrschaft der 3. Bürgermeisterin Christine Strobl steht: Der kfd-Diözesanverband unterstützt die Ziele des Equal Pay Day, ist auch als Aktionspartner am Aktionstag vor Ort und will diesen Internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern in diesem Jahr nutzen, um über die Bewertung von Tätigkeiten in Berufsfeldern zu informieren, in denen überdurchschnittlich viele Frauen beschäftigt sind: „Wer kennt sie nicht, die niedrigbezahlte Erzieherin oder Altenpflegerin, die Krankenschwester oder Hauswirtschafterin, die täglich viele Stunden Erwerbsarbeit leistet und oftmals trotz Vollzeit nicht ohne Zweitjob auskommen. Leider beträgt die Lücke bei der Entlohnung zwischen Mann und Frau statistischen Untersuchungen zufolge 2018 noch rund 21 Prozent“, betont kfd-Diözesanvorsitzende Regina Braun. Nur wenn Gleiches gleich bewertet werde, könne von Fairness gesprochen werden; dieser Grundsatz gelte insbesondere auch für die Entlohnung von Arbeit. Ein Großteil des Unterschieds in der Entlohnung entsteht u.a., weil Frauen überdurchschnittlich oft in Berufen im Bereich der Sozialen Arbeit, Haushaltsbezogenen Dienstleistungen, Gesundheit und Erziehung tätig sind. „In den gut bezahlten Führungspositionen sind die Frauen immer noch zu wenig vertreten, sie arbeiten häufig in Teilzeit und unterbrechen ihr Erwerbsleben öfter als Männer, um Kinder oder Angehörige zu betreuen. Das schlägt sich im Gehalt und später in der Rente schmerzlich nieder“, unterstreicht kfd-Diözesanvorsitzende Regina Braun. Außerdem arbeiten Frauen oftmals in anderen Berufen als Männer, und genau diese Berufe sind in der Regel schlechter bezahlt. Es sei eine Zukunftsfrage, ob sich die Gesellschaft leisten könne, dass wichtige Tätigkeiten in Bildung und Erziehung, Hauswirtschaft und Pflege so minderbezahlt und unter schlechten Arbeitsbedingungen erbracht werden – „auf diese Fragen müssen wir rasch Antworten finden!“ In vielen kfd-Dekanaten und kfd-Pfarrgruppen laufen diesbezüglich Aktionen, „es braucht Mut und Beherztheit, nicht nur die MINT-Berufe zu bewerben, sondern auch die Sozial- , Dienstleistungs-, Pflege- und Erziehungsberufe besser wertzuschätzen“, fordert Regina Braun. Sie fordert alle Frauen auf, die Stimme gegen die geschlechterspezifische Lohnlücke zu erheben: „Wir müssen dringend etwas ändern, denn unsere Gesellschaft ist auf das Angebot von Dienstleistungen im Sozial-, Bildungs- und Pflegebereich angewiesen, wir müssen diese Berufe aufwerten und die Rahmenbedingungen von Arbeit und Ausbildung verbessern“, lautet die Forderung der kfd-Diözesanvorsitzenden.

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