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Kardinal Reinhard Marx empfängt Diözesanvorstandsfrauen in München

Deutlich wurde im Gespräch, dass Kardinal Marx die Aktion „Maria 2.0", obwohl in den USA reisend, wahrgenommen hat. Er äußerte sich öffentlich jedoch nicht dazu, so der Kardinal gegenüber den kfd-Frauen, da er sich vollumfänglich den Einlassungen von Bischof Franz-Josef Bode aus Osnabrück, Vorsitzender der Frauenkommission der Deutschen Bischofskonferenz, anschließe.

Der Kardinal bestärkt die Frauen in ihrem Tun im kirchlichen Raum, schafft selbst Stellen bzw. Möglichkeiten und fordert eher noch auf, sich stärker in verantwortungsvolle Positionen einbinden zu lassen. Er fördert Frauen nach Kräften, so existiert ein eigenes Programm zur Förderung von Frauen in Führungspositionen sowohl im Haupt- und Ehrenamt. Marx kann sich eine Kirche ohne Frauen nicht vorstellen. Allerdings gestand der Oberhirte der Erzdiözese, dass er diese Haltung nicht bei allen Kardinälen weltweit erlebe. Marx betrachtet Kirche und deren Mitarbeiter als Dienstleister für die Menschen. Kirche müsse daher draußen im direkten Kontakt stattfinden und man müsse sich an seinen Taten messen lassen. „Hier haben wir eingehakt und unser Engagement zur Nachhaltigkeit und Geschlechtergerechtigkeit vor Ort verdeutlicht. Darüber hinaus haben wir darauf verwiesen, dass wir eine Organisation sind, die ständig lernend und sich weiterentwickelnd tätig ist“, formuliert kfd-Diözesanvorsitzende Regina Braun. So lädt der kfd-Diözesanverband dort zu Veranstaltungen ein, wo die Frauen sind und erwartet nur noch in wenigen Fällen, dass die Frauen zum Verband kommen. „Methodisch wie didaktisch probieren wir Neues aus und stellen vor allem eine vertrauensvolle Atmosphäre her, in der Frauen sich austauschen können und Ideen weitergeben“, erläutert Bildungsreferentin Birgit Stoppelkamp.

Marx schloss sich der kfd-Auffassung an, dass Kirche sich verändern müsse, damit sie für Frauen attraktiv sei, um verantwortungsvolle Positionen zu wollen. Darüber hinaus berichteten ihm die Vorstandsfrauen von der bundesweiten Mitgliederwerbekampagne mit dem Titel „Frauen.Macht.Zukunft." und dem Erfolg, über 30.000 Frauen für die kfd gewonnen zu haben. Dies hat den Münchner Oberhirten beeindruckt angesichts der Studie zum prognostizierten beträchtlichen Verlust der Kirchenmitglieder bis zum Jahr 2060. „Wir setzen uns für eine geschlechtergerechte Kirche ein und haben gegenüber dem Kardinal die kfd-Position bekräftigt“, so Regina Braun. Alle kfd-Frauen seien aufgefordert, im Rahmen der Aktionswoche im September unter dem Motto „Frauen, worauf warten wir? Macht Euch stark für eine geschlechtergerechte Kirche“ der Forderung Nachdruck zu verleihen.

 

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