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„Begeistert Frau sein! - kfd macht Frauen stark“-

In zwölf Arbeitsgruppen arbeiteten die Frauen theoretisch und praktisch zu Themen wie „Zu gut für die Tonne“, „Ihrer Zeit voraus – Frauen verändern die Welt“, „100 Jahre Frauenwahlrecht und Frauen in der Politik“, „Tanzen leicht gemacht“, „FrauenStimmen, die begeistern“, „Frauen und Geld“, „Bienenwachstuch statt Frischhaltefolie“, „Quo vadis, Kirche?“ sowie „Frauen in Bibel und Kirche“. Die kfd setzt sich seit Jahren für die Gleichstellung von Mann und Frau in Kirche und Gesellschaft ein und verdeutlicht mit ihrer Themensetzung ihre gesellschaftliche Relevanz. „Gut, dass es die kfd gibt, wo Frauen sich gegenseitig ermutigen können und begeistert feststellen, dass Frau sein (auch) Freude macht“, unterstrich Vorsitzende Regina Braun den Leitgedanken des Tages. Drei Stadtführungen durch Erding mit kompetenten Stadtführern ergänzten das Tagesprogramm und hatten viel Zulauf.

Fulminanter Auftakt war das Impulsreferat von Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm, deren Ausführungen immer wieder von begeistertem Beifall begleitet wurde: „Die kfd ist einer der wegweisenden Vereine, von Frauen für Frauen begründet, und leistet einen wertvollen Beitrag, Frauen noch stärker zu machen und vor allem noch präsenter“, betonte die erfahrene Politikerin. Frauen seine heute selbstbewusst, hervorragend ausgebildet und besäßen bessere berufliche Chancen als noch vor 40 Jahren. „Das ist ein Anlass zur Freude, wie ich finde. Und trotzdem ist da noch jede Menge Luft nach oben!“ Sie bekannte sich zur Frauenquote („lange Zeit gehörte ich zu denjenigen, die ganz streng gegen die Quote gewesen ist“), weil es ihr einfach zu langsam gegangen sei. „Fakt ist, wir brauchen mehr Frauen, vor allem mehr Sichtbarkeit von Frauen, denn Frauen gestalten zunehmend die Zukunft dieser Gesellschaft.“ Die kfd könne als Netzwerk den Frauen den Rücken stärken und sich gegenseitig unterstützen. Dies müsse man auch der jungen Generation vermitteln und ihnen entsprechende Werte mit an die Hand geben.

Dem großen Engagement der kfd-Frauen dankte auch Ulrike Scharf, Staatsministerin a.D. und MdL, in ihrem Grußwort. „Sie alle setzen sich schon seit Jahrzehnten für die gerechte Teilhabe von Frauen in der Kirche ein. Die Kirche ist Frau! Und ohne die Frauen hat die Kirche keine Zukunft“, unterstrich die CSU-Politikerin. Diesen Einsatz fände sie großartig und unglaublich wichtig für die Zukunftsfähigkeit unserer Kirche, „denn Frauen sind die tragende Säule der katholischen Kirche,“ so die Abgeordnete, die auch Mitglied im Diözesanrat der Katholiken der Erzdiözese ist. Sie forderte mehr Offenheit gegenüber Frauen in der Kirche ein, denn „das Potenzial der Frauen ist eine große Chance für die Kirche, die in den kommenden Jahren einem großen Mangel an Geistlichen gegenübersteht. Dieses Potenzial darf nicht ungenutzt bleiben.“ Erdings 2. Bürgermeister Ludwig Kirmair zollte in einem Grußwort den engagierten kfd-Frauen Respekt für ihren Einsatz und ermutigte sie ebenfalls in ihrem Tun. Der kfd als größter deutscher Frauenverband mit rund 450.000 Mitgliedern und 15.000 Frauen in der Erzdiözese München-Freising ist es mehr denn je ein Bedürfnis, auf die gesellschaftlichen Missstände, denen Frauen immer noch unterliegen, sowie auf Gleichberechtigung in der Kirche aufmerksam zu machen. Um diese aktuellen Themenstellungen ging es auch in der Podiumsdiskussion mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten: Unter der souveränen Leitung von kfd-Bildungsreferentin Birgit Stoppelkamp diskutierten Prof. Agnes Wuckelt (kfd-Bundesvorstand), stellv. Generalvikar Christoph Klingan, die Landtagsabgeordneten Doris Rauscher (SPD) und Gisela Sengl (Bündnis 90/Die Grünen) sowie kfd-Diözesanvorsitzende Regina Braun. Frauen sollten sich weiterhin tatkräftig Gehör verschaffen, anderen Frauen Mut machen, ihre Stimme zu erheben und sich weiterhin für eine nachhaltige und geschlechtergerechte Kirche und Gesellschaft einsetzen, da Kirche und Gesellschaft auf die weiblichen Potentiale und Fähigkeiten nicht verzichten könne, so das einhellige Fazit der Podiumsrunde. Die Podiumsteilnehmer zeigten sich begeistert vom lebhaften „Spirit“ im Saal und konnten sicherlich Anregungen und Ideen der kfd-Frauen für ihre eigene Arbeit mitnehmen.

Es gab am Begegnungstag viele tolle Ideen, aber eine der witzigsten und nachhaltigsten war sicherlich die Fotobox, in der sich die Teilnehmerinnen nach Lust und Laune mit ihrer Gruppe oder auch alleine ablichten lassen und die Fotos umgehend ausgedruckt mit nach Hause nehmen konnten. kfd-Mitglied und Brauerin Barbara Lohmeier-Opper (Bräu z`Loh) braute, wie bereits vor zwei Jahren, ein süffiges kfd-Frauenbier, das sie zusammen mit Diözesanvorsitzender Regina Braun anzapfte und den Frauen zur Verkostung ausschenkte. Die 1.000 abgefüllten und mit einem eigens vom kfd-Team kreierten Etikett versehenen Flaschen waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen und werden sicherlich so manche kfd-Weihnachtsfeier bereichern. Musikalische und kabarettistische Einlagen gab es im Laufe des Tages ebenfalls: Die Arbeitsgruppe „FrauenStimmen, die begeistern“ bildete einen Chor und brachte die im Workshop erlernten Lieder auf der Bühne klangvoll zu Gehör; Christine Braun schlüpfte in die Rolle des „kfd-Basismitglieds Appollonia Kloops von der Pfarrei Maria Himmelstoß“ und sorgte für viele Lacher, wenn sie sich beispielsweise als weiteres Diskussionsmitglied auf die Bühne schmuggelte oder ihren Liegestuhl direkt vor dem Rednerpult aufbaute, um ja nichts zu verpassen oder übersehen zu werden.

Ein gemeinsamer Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Johannes Erding mit Diözesanpräses Pfr. Sebastian Heindl und Geistliche Begleiterin Elisabeth Rappl bildete einen gelungenen geistlichen Abschluss des Begegnungstages. Der Jazzchor aus Bad Endorf begeisterte die Frauen mit seinen schwungvollen Rhythmen und setzte einen fulminanten Schlusspunkt unter bereichernde und informative Stunden. „Das große Engagement der kfd-Gruppen wurde eindrucksvoll als eine kraftvolle Gemeinschaft in der Öffentlichkeit präsentiert. Auch wir als Vorbereitungsteam und Vorstand sind sehr glücklich darüber, dass unser Angebot so gut angenommen wurde“, so Diözesanvorsitzende Regina Braun. Der Begegnungstag der kfd findet bisher alle zwei Jahre jeweils an unterschiedlichen Tagungsorten der Diözese statt. pp

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