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Marienmonat Mai

Fahnen MutterGottesFoto: kfd

 Maria, Heil der Kranken

In der Lauretanischen Litanei rufen wir Maria zu Recht mit dem Titel „Heil der Kranken“ an. Wir können dies tun, weil die Kirche selbst uns dazu einlädt und darin auch die einzigartige Beziehung Mariens zu ihrem Sohn aufstrahlt. Er, dessen Name „Jahwe rettet“ bedeutet, kam in diese Welt, um die Menschheit aus Sünde und Tod zu befreien.
Gott wollte dabei auf das freie Ja dieses Mädchens aus Nazareth angewiesen sein, um seinen Heilsplan auszuführen.
Während seines irdischen Wirkens hat Jesus vielen kranken Menschen die Hände aufgelegt und sie geheilt. Als Heiland möchte Jesus besonders den Kranken nahe sein. Durch die zahlreichen Wunder hat er das Anbrechen der Gottesherrschaft sozusagen handgreiflich gemacht. Schließlich haben seine Hingabe am Kreuz, sein Tod und seine Auferstehung den Sieg über Sünde, Krankheit und Tod endgültig gemacht. Maria hat auf dem Weg der Pilgerschaft der Kirche in einer herausragenden Weise Anteil an diesem Sieg. Indem Jesus vom Kreuz herab dem Jünger, den er liebte, die Mutter anvertraut und dieser Maria bei sich aufnimmt, lädt der Herr jeden Jünger, jede Jüngerin, ja die ganze Kirche ein, dies auch zu tun.
Deshalb können wir sagen: Wer immer Maria ganz in sein Leben hereinnimmt, nimmt mit ihr die ganze Fülle des Heils in Jesus Christus bei sich auf. Alles, was wir an Heil von Maria erbitten, kommt von ihrem Sohn, mit dem sie in einzigartiger Weise als Mutter verbunden ist, nämlich zunächst als Mutter des historischen Jesus und schließlich unter dem Kreuz als Mutter des fortlebenden Christus, des mystischen Leibes, der Kirche. Wir Wissen heute, dass Heil und Gesundheit mehr als Laborergebnisse und Blutwerte umfassen. Sie betreffen auch das Innerste, die Seele des Menschen.
Heil und Gesundheit umfassen die Seele mindestens so sehr wie den Leib. „Ganzheitlich“ lautet daher eine nahezu magische Formel zeitgemäßer Medizin. Christliche Ordensgemeinschaften sind seit Jahrhunderten bemüht, diese Ganzheitlichkeit im Alltag ihrer Krankenhäuser, Hospize oder Pflegeheime zu verwirklichen. Patienten sollen nicht nur medizinische Versorgung, sondern vor allem auch menschliche Zuwendung erhalten, gespeist aus der Quelle des Glaubens.
So gehören die Alten und die Kranken, die Leidenden in die Mitte unserer Gesellschaft, ins Rampenlicht der Welt. Ihr Leben ist nicht wertlos und nicht sinnlos. Das, so könnte man zusammenfassen, ist die Botschaft der Bilder, die uns seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in den letzten Monaten und Wochen durch die Medien präsent sind. Papst Johannes Paul II., in seinen letzten Lebensjahren selbst schwer gezeichnet durch Krankheit und Alter, sah in den Leidenden und Kranken kein lebensunwertes Leben, keine Belastung für die Sozialsysteme, keine abstoßende Erscheinung, er sah in ihnen das Antlitz Christi.              

Maria,
du bist in dir ganz eins,
bei dir stimmt alles,
du bist ganz
auch in deinen Schmerzen.
Du hast dich ganz Gott ausgeliefert,
er hat dich geheilt.
Du bringst mir seine Heilung.
Du bringst mir alles, was mir fehlt.
In deiner Nähe werde ich gesund,
auch wenn ich sterben muss.
(Elmar Gruber)                    

Gelebte Nächstenliebe ist etwas, das uns alle beeindruckt. Menschen, die uns diese vorleben, bleiben uns im Gedächtnis haften und können uns so zum Vorbild werden. Und so dürfen wir Maria anrufen:

„Maria, Du Heil der Kranken, bitte für uns!

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