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Gedanken zur Osterzeit 2020

glaube liebe hoffnung Querformat

Liebe kfd-Frauen, liebe Frauen

Wenn ich diese Tage mit Menschen spreche oder telefoniere, habe ich den Eindruck, daß Jede von Ihnen irgendeinen Menschen, oder vielleicht sogar mehrere Menschen begleitet, indem Sie bei einer Bekannten oder Nachbarin anruft, indem Sie sich bei den Kindern über die Enkel erkundigt, indem Sie für jemand einkauft, oder daß Sie bei jemand regelmäßig nachfragen: wie geht es dir?

In diesen Begleitgesprächen tauchen Fragen auf, die keiner klar beantworten kann: z.B. wie das mit dieser Krise ausgehen wird? Wie die Normalität wieder einkehren wird? Was sich nachher verändern wird? Welche Auswirkung diese Krise auf unsere Wirtschaft haben wird? Gern hätten wir manchmal jemand dabei, der eine Erklärung hat, wie wir manche Zahlen einschätzen sollen. Manchmal erhoffen wir das von Wissenschaftlern oder Medizinern.

Die Frage nach Gott taucht auf und als Theologe und Seelsorger kann ich nur sagen: stellen wir diese Fragen ganz offen und trauen einander, daß wir sie miteinander aushalten werden, ohne sie beantworten zu können.

Liebe Frauen, viele kennen die Geschichte aus der Bibel mit den Emmausjüngern, die nach dem Tod Jesu unterwegs sind und sich über die Situation unterhalten, die für sie ganz furchtbar war. Diese Geschichte wird am Ostermontag in den Kirchen vorgelesen. Manche Phasen daraus erinnern mich an die jetzige Situation: Fragen stellen und sie jemand sagen dürfen, der mit mir ‚unterwegs ist‘, der mit mir Kontakt hat – dieses gegenseitige Begleiten – in diesem Miteinander entstehen Momente, wo etwas klar wird und dann doch nicht, wie die Jünger diesen Jesus in ihrer Mitte erkennen und dann wieder nicht mehr sehen. Keiner weiß wie lange dieser Weg durch diese Krise ist und jeder sehnt sich zurück zur Normalität, so wie die Jünger zurückkehren nach Jerusalem.

Ich möchte Euch ermutigen, Eure Netzwerke weiterhin zu nutzen, um einander in Vertrauen zu begleiten. Seid gesegnet!  

Es grüßt Euch herzlich

Sebastian Heindl
Euer kfd-Diözesanpräses

Osterwoche - Zeitenwende III

glaube liebe hoffnung Querformat

Der Prophet Jesaja schreibt: „Wenn du durchs Wasser schreitest, bin ich bei dir, wenn durch Ströme, dann reißen sie dich nicht fort.“ (Jesaja 43,2)

Als Christinnen und Christen sind wir getragen von der Erinnerung an die Erfahrungen unserer Vorväter und -mütter: Gott ist mit den Menschen unterwegs, gerade in Krisenzeiten steht er uns bei und rettet uns. Wir sind gehalten von der festen Überzeugung, dass wir immer in seiner Hand geborgen sind, ganz egal was passiert. Das soll gerade uns Christinnen und Christen ermutigen, auch heute neu aufzubrechen und an einer gerechteren und solidarischen Welt mitzuwirken.

Und: Wir dürfen seit der Auferstehung Jesu immer wieder darauf hoffen, dass Neues aufbricht, dass Unmögliches möglich wird! Dass der Tod nicht das Ende des Lebens ist.

In diesen Tagen ist so viel Zusammenhalt, Solidarität und Gemeinschaft in der Gesellschaft spürbar. Ich glaube, das ist schon das, was in der Bibel als Anfang des Reich Gottes im Hier und Jetzt bezeichnet wird.

Zeitenwende III

Zukunft

langsamer

achtsamer

leben

dankbar sein

Musik auf den Balkonen

so geht Zukunft – gemeinsam

(CLAUDIA PFRANG)

Osterwoche - Zeitenwende II

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Schon jetzt – und das ist die buchstäbliche Bedeutung des Begriffs „Apokalypse“ – enthüllt diese gerade sehr denkwürdige Zeit Lebens- und Wirtschaftsweisen, die uns nicht nachhaltig in die Zukunft führen. Für mich sind das insbesondere: die absolute Beschleunigung des Lebens und Arbeitens, das Immer-Mehr in immer kürzerer Zeit, und die weltweite, weitverzweigte, nur an Profit orientierte Wirtschaft. Wir können nicht alles planen und beherrschen, diese Erfahrung machen wir schon heute.

Jetzt ist die Zeit zu enthüllen, was nicht weiterführt, manche noch mögliche Kehrtwendung zu wagen und Schritte in eine neue  Richtung einzuschlagen.

 

Zeitenwende II

Neues bricht auf

Vertrauen auf Gott

Hoffnung auf Überleben

Hoffnung auf Wandlung

Seht hin

Neues bricht auf

(CLAUDIA PFRANG)

 

Osterwoche - Zeitenwende I

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#allesanders – unter der Überschrift „Ostern 2020 #allesanders“ hat uns ein Sondernewsletter der Stiftung Bildungszentrum der Erzdiözese München erreicht. Wir sind davon so angetan, dass wir in dieser Osterwoche die Impulse daraus schrittweise an Sie weitergeben möchten – eine Einladung zum Nachdenken und Umsetzen:

Wir erleben gerade eine Zeitenwende. Nichts ist mehr, wie es war. Für viele ist die Zeit beängstigend, Menschen sind gar in ihrer Existenz bedroht. Da taucht oft das Wort apokalyptisch auf, ein Wort, das wir verwenden, wenn Ereignisse uns ängstigen.

Ich glaube, damit wird auch ein Gefühl der Menschen beschrieben, das manche noch nicht wahrhaben wollen:  dass die Zeit sich gerade grundlegend ändert. Die Zeit nach Corona wird eine andere sein. Der Zukunftsforscher Matthias Horx schreibt: „Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.“

Zeitenwende I

Apokalypse

leere Plätze

leere Straßen

nicht wissen

wie es weitergeht

enthüllen, was verborgen ist

Dann geht es weiter – anders

(CLAUDIA PFRANG)

Osterbrief

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Liebe kfd-Frauen,

mit einem Gedicht von Marie-Luise Kaschnitz (deutsche Lyrikerin, 1901 – 1974), das mich schon von Jugend an begleitet und mich immer noch beindruckt, möchte Ihnen und Ihren kfd-Gruppen heute einen österlichen Gruß senden.

Es ist die ganz alltägliche Erinnerung an eine „Auferstehung“, die vor dem Tod um sich greift, die mit Atem und voll Leichtigkeit das Leben heute feiern kann:

„Manchmal stehen wir auf
Stehen wir zur Auferstehung auf
Mitten am Tage
Mit unserem lebendigen Haar
Mit unserer atmenden Haut

Nur das Gewohnte ist um uns.
Keine Fata Morgana von Palmen
Mit weidenden Löwen
Und sanften Wölfen.

Die Weckuhren hören nicht auf zu ticken
Ihre Leuchtzeiger löschen nicht aus.

Und dennoch leicht
Und dennoch unverwundbar
Geordnet in geheimnisvolle Ordnung
Vorweggenommen in ein Haus aus Licht.“

So wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes und frohes Osterfest, auch wenn es so anders ist, wie wir es uns wünschen würden.

Die Freude des auferstandenen Jesus Christus möge auch in uns aufleuchten.

Bis zu einem gesunden Wiedersehen

Ihre Elisabeth Rappl
Geistliche Begleiterin der
kfd Diözesanverband München-Freising

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Ostersonntag

 

Ostern 2020

 Narzissen und Palmkätzchen 2

Christ ist erstanden

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