header_münchen_1.png

Karwoche und Ostern 2020

"Zu Hause bleiben".

Nach wie vor bleiben die Beschränkungen dieser Tage aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus vorerst bestehen. Wir folgen ihnen solidarisch mit jenen, die auf unser Mitwirken aus gesundheitlichen Gründen angewiesen sind ebenso wie mit jenen, die unser Gesundheitssystem aufrecht erhalten.

Das bedeutet aber nicht, dass wir allein sind!

Wir sind vereint in unserem Glauben und im gemeinsamen Gebet und Gesang - auch wenn wir uns nicht hören!
Vielfältige Angebote erreichen uns mit Vorschlägen zur Gestaltung der kommenden Feiertage. Wir haben eine kleine Auswahl für Sie für die Karwoche zusammengestellt: Feiern, Gebete, Gesänge und weiterführende Links - sie sollen eine Hilfe sein, die Tage ohne Gottesdienste in unseren Kirchen im Geiste Gottes zu gestalten. Bitte wählen Sie daraus aus, was für Sie passend ist.

Unser Diözesanpräses Sebastian Heindl hat mit seinem Seelsorgeteam Texte für die Feiern zu Hause zusammengestellt, die Sie hier finden. 

Auch die Bundesgeschäftsstelle ist mit uns verbunden und hat uns Schriften zugesandt, die wir verwenden und die Sie hier herunterladen können (auch Mischen ist möglich!).
Weitere Anregungen finden sich auf der homepage des Bundesverbandes unter dem Link https://www.kfd-bundesverband.de/karwoche-ostern/


Bitte beachten Sie, dass am Gründonnerstag kurzfristig auf dem Kanal ARDalpha die Messe aus Rom ausgestrahlt wird.

 

Ostern

Ostersonntag

Als Christen feiern wir die Auferweckung Jesu nach seinem Kreuzestod, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, d.h. in dieser Situation in der wir alle stehen: Nicht die Angst möge uns beherrschen, sondern lasst uns sprechen und träumen von den Dingen, die das Leben sinnvoll erscheinen lassen: Gemeinschaft, vertrauensvolle Nähe, gegenseitiges Beachten, Freude an den einfachen Dingen, Worte mit Herzenswärme.

  • wir entzünden die Osterkerze

Christus –Rufe: Christus, dein Leben war ein Leben aus Liebe zu den Menschen

                                   Christus, deine Botschaften sind Worte der Hoffnung

                                   Christus, du wohnst in jedem von uns in der vertrauensvollen                                         Liebe zueinander

Osterevangelium (Mt 28, 1-10):

Nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche, kamen Maria aus Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen…ein Engel des Herrn kam vom Himmel, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf…und er sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht…Jesus…er ist nicht hier, denn er ist auferstanden. Geht schnell zu den Jüngern und sagt es ihnen.

Fürbitte:

Gott, wälze den Stein der Angst weg, der so viele Menschen niederdrückt. Gib uns Mut, davon zu sprechen, wie wir die Not nach dieser Krise gemeinsam bewältigen.

  • Osterkorb in die Mitte stellen

Segensgebet:

Jesus hat mit seinen Jüngern Mahl gehalten und Brot geteilt. Die Speisen in diesem Korb sind Zeichen der Fülle des Lebens. Wir Bitten um den Segen über diese Gaben. Sie werden uns im Teilen zum Zeichen deiner Gegenwart, hier und jetzt. Wir danken dir Jesus Christus. Das gemeinsame Essen gebe uns Kraft für unsere Zukunft.      Amen

Musik oder Lied

Teilen der Gaben aus dem Osterkorb

Karwoche - Karsamstag

Karsamstag

Der Karsamstag ist ein Tag der Stille, der Tag der Grabesruhe, es gibt keine Liturgie für diesen Tag. Er ist die Erinnerung daran, dass Jesus selbst die Dunkelheit des Grabes und das Reich des Todes erlebt und dadurch mit seiner Gegenwart erfüllt hat. Auch der Sohn Gottes selbst hat das Schicksal der Toten geteilt, auch seine Freunde und Anhänger erlebten Trauer, fragten sich "Warum ausgerechnet er?" und standen am Grab. Wie kein anderer Tag kann dieser "leere" Karsamstag eine Ermutigung sein, sich mit den eigenen kleinen Toden, die wir im Alltag immer wieder erfahren und mit den vielen kleinen und großen Abschieden unseres Lebens zu befassen um dann festzustellen: Gott geht alle diese Wege mit – er hat sie selbst erlebt!

Karwoche - Karfreitag

Karfreitag

Der Karfreitag (von „kara“ Kummer, Klage, Trauer) ist der Höhepunkt der Karwoche. Wir gedenken an diesem Tag des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz.

…Die Soldaten, der Hauptmann und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn…Wieder leugnete Petrus und gleich darauf krähte ein Hahn….Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde…Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte…Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte aber Jesus….Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist (Joh18,1-19,42)

Die Darstellung des Leidens und Sterbens Jesu führt uns hinein in eine totale Hilflosigkeit in ein absolutes Ausgeliefertsein, in die Frage nach Leid und Tod und die Frage wie kann Gott all das Leid und den Tod in dieser Welt zulassen?

Das muss man erst mal aushalten und darf nicht vorschnell auf Ostern auf die Auferstehung verweisen; das hieße das Leid nicht ernst zu nehmen und letztlich auch Gott nicht ernst zu nehmen. Wir dürfen Gott unser Leid hinhalten und mit Jesus den Psalm 22 beten: Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen.

 

 

 

Zu den großen Fürbitten wird heuer eine hinzugefügt:

Lasst uns auch beten für alle Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind; für alle, die in Angst leben und füreinander Sorge tragen; für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssen und im Einsatz sind für die Gesellschaft, aber auch für die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat.

(Beuget die Knie. – Stille – Erhebet euch.)

Allmächtiger, ewiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke; viele Generationen haben dich als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten. Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, und stärke in uns den Glauben, dass du alle Menschen in deinen guten Händen hältst. Die Verstorbenen aber nimm auf in dein Reich, wo sie bei dir geborgen sind. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 Es folgt das Vater unser

Beginn der Karwoche 2020 - Palmsonntag

glaube liebe hoffnung Querformat

Ostern 2020


Blume Sonnenlicht unscharf Foto Kolafa

Liebe kfd-Frauen mit Familien, liebe Frauen, liebe Gläubige!

In dieser außergewöhnlichen Zeit, die für uns alle eine besondere Einschränkung bringt und für viele bedrohlich ist, versuche ich, Ihnen einen Ostergruß zukommen zu lassen.

Was wünschen wir uns mehr, als dass das Leben wieder zur Alltäglichkeit zurückkehrt und die Bedrohung durch das Corona Virus ein Ende nimmt. Noch gilt es, einige Tage auszuharren, und dieses Ausharren wird für manche Momente erträglicher, wenn wir die Vorstellung haben, wie es nachher ist, womit wir nachher zufrieden sind und worauf wir uns freuen, wieder zu tun, wieder zu erleben.

So möchte ich mit diesen Zeilen Sie begleiten durch die Ostertage und Anregungen geben für die Gestaltung des religiösen Lebens in der Familie. Es ist der hilflose Versuch, trotzdem etwas zu tun, um das Heute -so wie es ist- auszuhalten.


Gott segne Euch!

Euer kfd-Diözesanpräses

Sebastian Heindl

 

Palmsonntag_________________________________________________________________________ 

05.April 2020

Mit dem Palmsonntag beginnt die hl. Woche (Karwoche). Wir feiern den Einzug Jesu in Jerusalem (Mt 21,1-11)

..Sie brachten die Eselin, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf der Straße aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und riefen: Hosanna dem Sohne Davids

Der Palmbuschen ist gebunden aus den ersten blühenden Zweigen im Frühjahr, mit grünen Zweigen und verziert mit bunten Schleifen und Spiralen.
Er ist ein Segenszeichen, d.h. die Lebensart Jesu – füreinander da sein – hat Lebenszukunft. Das spüren wir gerade in diesen belasteten Tagen.

 Palmbuschen

Segensgebet:

Herr Jesus Christus, du kommst zu uns als Heilbringer und Retter. Damals haben Dir Menschen zugejubelt mit grünen Zweigen als Zeichen für das Leben. Wir bitten Dich: Segne die Zweige, die wir heute in den Händen halten, um Dir zu zeigen, dass wir voller Sehnsucht sind für das Leben, das Du uns bringst. Gib, dass wir uns das ganze Jahr über daran erinnern, das wahres und sinnerfülltes Leben nur ein Leben im Vertrauen ist. Denn Du bist auch unser Retter, unser Heiland und unser Messias. Dich verehren wir heute und in Ewigkeit. Amen.

Fürbitten:

Herr Jesus Christus, in Jerusalem hast du Leiden und Tod auf dich genommen, im Vertrauen auf die Liebe Gottes. Dich bitten wir:

  • um Kraft und deine spürbare Nähe für alle, die leiden, und alle, die sich ins Leben zurückkämpfen
  • um gute Wegbegleiter für alle, die eine große Last durchs Leben tragen

Es folgt das Vater unser.

"... und lege einen neuen Geist in Euch"

glaube liebe hoffnung Querformat

Liebe kfd-Frauen, liebe Frauen

Wir verbringen nun den 2. Sonntag mit dieser Ausgangsbeschränkung. Manches hat sich zu Hause eingespielt, manches wird zum Konfliktfall im engen Zusammenleben. Um den Sonntag von den anderen Tagen herauszuheben, gilt das Gleiche wie vor einer Woche: mit kleinen Dingen wie Kerze, Blumen, Tischdekoration, Tischgebet versuchen etwas Festliches zu gestalten.

Gerade Familien mit einer kleinen Wohnung spüren die Enge und jeder braucht einen kleinen Winkel, wo man sich zurückziehen kann und wenn es nur eine bestimmte Ecke ist. Aber nützen Sie das Hinausgehen in die Natur. Dort scheint sich alles verlangsamt zu haben. Halten Sie draußen inne und lassen Sie sich vom Sonnenlicht, den Blumen, der Luft, den Bäumen anstecken und spüren, daß Sie ein Teil dieser Schöpfung sind: im Einklang mit der Schöpfung leben – das wird mir bewußt!

Als biblischen Text lesen wir aus dem Buch Ezechiel (Ez 36,24) den hoffnungsvollen Satz:

Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Wir schließen mit einem Gebet:

In der Verlangsamung unserer gewohnten Lebensabläufe drängt es uns zu einer neuen Lebenssicht. Gott schenke uns Kraft und Geduld, diese Tage miteinander gut durchzustehen.

Es segne Euch der gütige Gott, der Vater – der Sohn – und der Heilige Geist

Es grüßt Euch herzlich

Euer kfd-Diözesanpräses
Sebastian Heindl

glaube liebe hoffnung Querformat

© kfd Deutschland 2020 Erstellt mit dem KFD-Baukasten unter Joomla! Ein Service der VANAMELAND