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Doch das ist nicht genug!

Regina Braun 1 klein

Diözesanvorsitzende Regina Braun zur Rolle der Frau in Kirche und Gesellschaft

Der „Tag der Diakonin“ hätte mit seiner zentralen Veranstaltung in diesem Jahr am 29.04. in Sankt Bonifaz in München stattfinden sollen. Nun hat uns die Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch hat sie das wirklich? In diesen Zeiten ist nichts mehr, wie es war. Alles steht auf dem Prüfstand. Plötzlich sind Berufe systemrelevant, die vorher in den Sonntagsreden immer wertgeschätzt wurden, jedoch wenn es um die Rahmenbedingungen und um die Bezahlung der Arbeiten in den sogenannten Care-Berufen ging, fand die „Wertschätzung“ schnell ein Ende.

Plötzlich zählen unüberwindbare Hürden, wie Tarifparteien, Tarifautonomie usw. nichts mehr und der Staat macht einmalig 5000 Euro für die Pflegekräfte in „Gutsherrenart“ möglich. Professoren stellen, wie jüngst in einem SZ-Essay fest, dass ihr Beruf nicht systemrelevant ist und daher ihre Frauen nun den wichtigen Aufgaben in den Pflegeheimen und Krankenhäusern nachgehen. Männer kümmern sich um den Haushalt und die Kinder, die zu Hause betreut werden müssen. Alles möglich, was bis vor wenigen Wochen nicht einmal denkbar schien. Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wurde den Frauen immer wieder gesagt, geht und nun erleben die Männer, wie es geht.

Ostern war dann der Gipfel der "Einsamkeit". Es durften keine Gottesdienste oder Andachten gefeiert werden. Die Osternacht zu Hause? Osterfeuer alleine? Geweihte Speisen ohne Anwesenheit von Gläubigen?

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Marienmonat Mai

Fahnen MutterGottesFoto: kfd

 Maria, Heil der Kranken

In der Lauretanischen Litanei rufen wir Maria zu Recht mit dem Titel „Heil der Kranken“ an. Wir können dies tun, weil die Kirche selbst uns dazu einlädt und darin auch die einzigartige Beziehung Mariens zu ihrem Sohn aufstrahlt. Er, dessen Name „Jahwe rettet“ bedeutet, kam in diese Welt, um die Menschheit aus Sünde und Tod zu befreien.
Gott wollte dabei auf das freie Ja dieses Mädchens aus Nazareth angewiesen sein, um seinen Heilsplan auszuführen.
Während seines irdischen Wirkens hat Jesus vielen kranken Menschen die Hände aufgelegt und sie geheilt. Als Heiland möchte Jesus besonders den Kranken nahe sein. Durch die zahlreichen Wunder hat er das Anbrechen der Gottesherrschaft sozusagen handgreiflich gemacht. Schließlich haben seine Hingabe am Kreuz, sein Tod und seine Auferstehung den Sieg über Sünde, Krankheit und Tod endgültig gemacht. Maria hat auf dem Weg der Pilgerschaft der Kirche in einer herausragenden Weise Anteil an diesem Sieg. Indem Jesus vom Kreuz herab dem Jünger, den er liebte, die Mutter anvertraut und dieser Maria bei sich aufnimmt, lädt der Herr jeden Jünger, jede Jüngerin, ja die ganze Kirche ein, dies auch zu tun.
Deshalb können wir sagen: Wer immer Maria ganz in sein Leben hereinnimmt, nimmt mit ihr die ganze Fülle des Heils in Jesus Christus bei sich auf. Alles, was wir an Heil von Maria erbitten, kommt von ihrem Sohn, mit dem sie in einzigartiger Weise als Mutter verbunden ist, nämlich zunächst als Mutter des historischen Jesus und schließlich unter dem Kreuz als Mutter des fortlebenden Christus, des mystischen Leibes, der Kirche. Wir Wissen heute, dass Heil und Gesundheit mehr als Laborergebnisse und Blutwerte umfassen. Sie betreffen auch das Innerste, die Seele des Menschen.
Heil und Gesundheit umfassen die Seele mindestens so sehr wie den Leib. „Ganzheitlich“ lautet daher eine nahezu magische Formel zeitgemäßer Medizin. Christliche Ordensgemeinschaften sind seit Jahrhunderten bemüht, diese Ganzheitlichkeit im Alltag ihrer Krankenhäuser, Hospize oder Pflegeheime zu verwirklichen. Patienten sollen nicht nur medizinische Versorgung, sondern vor allem auch menschliche Zuwendung erhalten, gespeist aus der Quelle des Glaubens.
So gehören die Alten und die Kranken, die Leidenden in die Mitte unserer Gesellschaft, ins Rampenlicht der Welt. Ihr Leben ist nicht wertlos und nicht sinnlos. Das, so könnte man zusammenfassen, ist die Botschaft der Bilder, die uns seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie in den letzten Monaten und Wochen durch die Medien präsent sind. Papst Johannes Paul II., in seinen letzten Lebensjahren selbst schwer gezeichnet durch Krankheit und Alter, sah in den Leidenden und Kranken kein lebensunwertes Leben, keine Belastung für die Sozialsysteme, keine abstoßende Erscheinung, er sah in ihnen das Antlitz Christi.              

Maria,
du bist in dir ganz eins,
bei dir stimmt alles,
du bist ganz
auch in deinen Schmerzen.
Du hast dich ganz Gott ausgeliefert,
er hat dich geheilt.
Du bringst mir seine Heilung.
Du bringst mir alles, was mir fehlt.
In deiner Nähe werde ich gesund,
auch wenn ich sterben muss.
(Elmar Gruber)                    

Gelebte Nächstenliebe ist etwas, das uns alle beeindruckt. Menschen, die uns diese vorleben, bleiben uns im Gedächtnis haften und können uns so zum Vorbild werden. Und so dürfen wir Maria anrufen:

„Maria, Du Heil der Kranken, bitte für uns!

#frauendiakonatjetzt!

 frauendiakonatjetzt 2020

GERECHT leben und handeln ist christlicher Auftrag – gerecht leben und handeln ist christlicher Anspruch. Doch wie gerecht geht es in der Kirche selbst zu?
Lassen wir nicht nach im Einsatz für Gerechtigkeit – auch und gerade im Bereich der Kirche! Gemeinsam mit immer mehr Gläubigen fordern wir die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am sakramentalen Dienst des Diakonats, die gleiche Würde und die gleichen Rechte für alle Getauften und Gefirmten. Denn nur eine Kirche, in der sich Gerechtigkeit verwirklicht, ist eine glaubwürdige Kirche.

Der Tag der Diakonin kann dieses Jahr auf Grund der Corona-Pandemie nicht gemeinsam im öffentlichen Raum gefeiert werden – aber er kann gemeinsam im virtuellen Raum begangen werden!
Darum: Beteiligen Sie sich!

Machen Sie mit und zeigen Sie am 29. April deutlich, wofür Sie stehen, was Sie bewegt, was Sie fordern.

Unter dem Link Tag der Diakonin finden Sie Vorlagen für Fotos oder zum Ausdrucken. Beteiligen Sie sich digital in den Sozialen Medien oder auch analog. Hängen Sie die Forderung zum Frauendiakonat im Schaukasten, an der Kirchentür, am Fenster auf oder schreiben Sie mit Kreide auf die Straße. Unter #frauendiakonatjetzt soll deutlich werden, wie notwendig und dringend Änderungen in der Kirche sind.

Wir thematisieren am Festtag der großen Heiligen Katharina von Siena, die sich selbst nicht scheute, mit Konsequenz und Hartnäckigkeit das von ihr als richtig Erkannte gegen Widerstände zu verfolgen, die Hoffnung auf Gerechtigkeit, auch in der Kirche.

Erheben wir gemeinsam unsere Stimme! 

Ein starkes Signal für eine neue, geschwisterliche Kirche!

Rappl Frauendiakonat jetztFoto: E. Rappl

In unserem Positionspapier „Gleich und berechtigt“ von 2019 steht: „Die kfd sieht sich als Ganzes einer Vision von Kirche verpflichtet, wie sie im Zweiten Vatikanischen Konzil beschrieben wird: Kirche als Volk Gottes unterwegs und als Communio der Gesellschaft der Menschen mit Gott und untereinander, in der alle an Sendung, Verkündigung und Zeugnis gleichberechtigt teilhaben.“

Wir erreichen mit unserer Botschaft viele Gesellschaftsschichten nicht mehr, weil wir die Frauen nicht mehr erreichen, vor allem die, die unter einem schweren Schicksal leiden oder mit existentiellen Grenzerfahrungen konfrontiert sind. Diese Frauen machen oft die Erfahrung, dass die Kirche sie nicht wahrnimmt oder sprachlos ist.
Vor allem dort, wo wir als Kirche nicht mehr hinkommen oder uns nicht vermitteln können, könnte der Diakonat der Frau der Kirche neue Wege erschließen.
Das zeigt sich besonders deutlich in unserer momentanen Corona-Krise, in der besonders auch Frauen ihren Mann bzw. ihre Frau stehen.
Als Getaufte und Gefirmte sind Frauen und Männer in gleicher Weise dazu berufen, aktiv am Aufbau und am Fortbestand der Kirche mitzuwirken und den Dienst am Nächsten zu verwirklichen.

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Virtuell gemeinsam beten, singen und Gottesdienst feiern – geht das?

Pater Dr. Korbinian Linsenmann, geistlicher Berater des Diözesanverbandes aus der Abtei St. Bonifaz in München, lädt uns kfd-Frauen ein, den Live-Stream der Abtei zu besuchen:
https://www.sankt-bonifaz.de/pfarrei/livestream-gottesdienste/
Das Besondere: Wir sind in der Gemeinschaft der Abtei
St. Bonifaz aufgehoben!
Die Einladung schließt das Mitbeten und Mitfeiern der Vesper (17.45 Uhr) und anschließend der Heiligen Messe (19.30 Uhr) sowie am Wochenende die Eucharistiefeier (11.00 Uhr) und die Vesper (18.15 Uhr) sowie die Komplet (19.30 Uhr) ein.

Wir würden uns freuen, wenn Sie dem Angebot folgen!

Diözesane Veranstaltungen

Das Treffen in München anlässlich des Tags der Diakonin am 29. April wurde abgesagt. Der Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena als Tag der Diakonin bleibt natürlich bestehen. Sehen Sie dazu unsere Veröffentlichung auf der Homepage #frauendiakonatjetzt!

Die Führung durch die Thierry Mugler- Ausstellung wurde auf den 15.7.2020 verlegt. 

Die Führung durch das Franziskuswerk Schönbrunn (14.5.2020) sowie durch Schloss Suresnes (27.5.2020) wurden abgesagt.
Wir halten Sie weiterhin auf dem Laufenden und informieren Sie über die geplanten Veranstaltungen.


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