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Unterstützung der Frauen im Kampf um Gleichberechtigung im Erwerbsleben:

Ständiger Ausschuss für "Frauen und Erwerbsarbeit"

Historie

Der ständige Ausschuss für „Frauen und Erwerbsarbeit“ hat seinen Ursprung in der „Gemeinschaft Katholischer Berufstätiger Frauen“ (GKBF). In den 1960er- und 1970er-Jahren näherten sich GKBF und kfd an. 1980 integrierte sich die GKBF als „kfd-BF“ in die kfd, um als „integrierte Gemeinschaft“ in dem großen Verband wirksamer für die Belange erwerbstätiger Frauen eintreten zu können. Seit März 2012 ist die integrierte Gemeinschaft kfd-Berufstätige Frauen (kfd-BF) aufgrund von Satzungsänderungen des kfd-Bundesverbandes e.V. in den Ständigen Ausschuss "Frauen und Erwerbsarbeit" umbenannt worden.


Themen

Der „Ständige Ausschuss Frauen und Erwerbsarbeit“ der kfd, tagt dreimal im Jahr. Die Delegierten gehen in Workshops den Fragen nach, wie es besser gelingen kann, Frauen im Erwerbsleben nach ihren Wünschen voranzubringen. Die Bedingungen dafür zu verbessern und eigene Blockaden für einen beruflichen Aufstieg wahrzunehmen und sie abzubauen, sind unsere Ziele. Es gibt Alarmsignale, die dies notwendig machen. Die Bedingungen am grundsätzlich von eher männlicher Vorstellung geprägten Arbeitsmarkt verändern sich mit großem Tempo. Immer noch verdienen Frauen im Durchschnitt fast ein Viertel weniger als Männer.


Care-Arbeit

Noch immer ist es bei uns in Deutschland üblich, dass der Verdienst des Mannes für den Lebensunterhalt sorgt und das Gehalt der Frau häufig als Zuverdienst angesehen wird. Diese traditionelle Rollenverteilung bestimmt die Erwerbstätigkeit der Frauen.

Trotz hervorragenden Bildungsabschlüssen bei Frauen, arbeiten sie im schlechter bezahlten Dienstleistungssektor, wie etwa in der Pflege oder im Erziehungssektor. Während der Erziehungs- und Pflegezeiten können Frauen keiner kontinuierlichen Arbeit nachgehen und daher keine eigene Rente aufbauen.

Laut einer Studie (Stand Juni 2020) der Bertelsmann-Stiftung verdienen Mütter im Vergleich zu kinderlosen Frauen bis zu 70% weniger - für Männer hingegen bedeuten Kinder keinen Einkommensverlust.


Gerechte Bezahlung = gleiche Bezahlung: Equal Pay - Equal Pay Day

Arbeiten Frauen und Männer in der gleichen Position, zum Beispiel am Fließband, so bekommen sie nicht automatisch das gleiche Gehalt. Man spricht nicht darüber, was der Kollege verdient. Darauf wird man schon bei der Einstellung oft hingewiesen.

Auf diese Lohnungerechtigkeit weist der Equal Pay Day hin. Dieser findet jedes Jahr im März statt und die kfd ist als Partner dabei.

(Der Equal Pay Day veranschaulicht an einem Datum den Unterschied in der durchschnittlichen Bezahlung von Männern und Frauen. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts belegen, dass diese Einkommensdifferenz z.B. im Jahr 2018 ganze 21 Prozent des Durchschnittsbruttostundenlohns in Deutschland betrug. Geld ist auch Zeit: Umgerechnet ergeben sich aus dem Prozentsatz 77 Tage (21 % von 365 Tagen) und das Datum des nächsten Equal Pay Day).


Ziele und Aufgaben des Ausschusses

Die kfd engagiert sich für Veränderungen und eine zukunftsorientierte Arbeits- und Berufswelt, in der die Fähigkeiten und die besonderen Lebensumstände von Frauen positiv bewertet und berücksichtigt werden:


  • Kritische Betrachtung von Veränderungen in der Berufs- und Arbeitswelt und deren Thematisierung
  • Lobbyarbeit für erwerbstätige Frauen, Artikulierung ihrer Anliegen und Bewusstseinsbildung
  • Veröffentlichung der Inhalte und Ergebnisse der Arbeit im Verband und darüber hinaus
Die Vertreterin des Diözesanverbandes München-Freising
Bettina Unger

Bettina Unger


Unsere Vertreterin im ständigen Ausschuss "Frauen und Erwerbsarbeit" ist Bettina Unger. Sie nimmt gern Ihre Anregungen auf und trägt sie vor.