
Mit dem Motto "Zukunft fair gestalten #fairhandeln für Menschenrechte weltweit" liegt der Fokus der Fairen Woche in diesem und im kommenden Jahr auf den weltweiten Arbeitsbedingungen.
Dr. Gerd Müller, Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, weist in seinem Grußwort darauf hin, dass es darum geht "zu sehen, welchen Beitrag der Faire Handel bereits heute leistet, um Arbeitsbedingungen weltweit zu verbessern und was der Rest der Wirtschaft davon lernen kann um auf „Zukunftsfähigkeit“ umzustellen.
Die Faire Woche trifft einen Nerv: Immer mehr Menschen erkennen, dass es auf den Schutz und die Perspektive der Schwächsten in unseren Lieferketten ankommt. Menschenwürdige Arbeit ist ein Menschenrecht. Und sie ist zentrales Anliegen der Vereinten Nationen und ihrer 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung aller Menschen auf allen Kontinenten. Fairer Handel ist also ein wichtiger Baustein für eine gerechte Globalisierung.
Am Anfang unserer Lieferketten sind die Ärmsten schutzlos. Die Pandemie hat diese Realität verschärft: Während eine Näherin in Bangladesch sechzehn Stunden täglich in der stickigen Fabrik auch für uns Kleidung herstellt und sich dabei einem hohen Infektionsrisiko aussetzt, verhängen einige Import-Länder Exportstopps für Impfstoffe. Während ein Kind in der Elfenbeinküste für wenige Cents pro Tag auf den Kakaoplantagen schuftet, investieren wir Milliarden in unsere Industrien und Arbeitsmärkte. Das ist weder gerecht noch zukunftsfähig. Wir müssen umdenken und #fairhandeln. Denn wir können nur gemeinsam wachsen.
Jeden Tag beeinflussen wir als Verbraucherinnen und Verbraucher durch unsere Kaufentscheidungen das Leben von Menschen in anderen Teilen der Welt. Wer im Supermarkt zur Billig-Schokolade greift, nimmt in Kauf, dass rund zwei Millionen Kinder weltweit auf Kakaoplantagen ausgebeutet werden - mit steigender Tendenz. Wer glaubt, jedes Jahr ein neues Smartphone zu brauchen, muss wissen, dass Vierjährige in den Kobalt-, Gold- und Coltan-Minen des Kongo diese Rohstoffe aus Gesteinen kratzen.
Die Prinzipien des Fairen Handels zeigen, wie es anders geht. Die Faire Woche öffnet uns die Augen für Ursache und Wirkung von Ausbeutung – und für wirksame Gegenmittel." (Das gesamte Vorwort finden Sie unter Grußwort von Dr. Gerd Müller)
Wenn Sie eine Veranstaltung planen oder nach weiteren Informationen suchen, dann sei Ihnen der Newsletter der Fairen Woche oder die Gottesdienstbausteine zur Fairen Woche empfohlen.
