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Die Tage der Karwoche
Der Gründonnerstag
Gebet im Weinberg, Kirche Aschau i.Obb., Foto: A. Kolafa

Gebet im Weinberg, Kirche Aschau i.Obb., Foto: A. Kolafa


Der Gründonnerstag ist der erste der sogenannten „Drei Österlichen Tage“.

An diesem Tag erinnern wir uns an das letzte Abendmahl und die Nacht vor dem Leiden Jesu.


Dieses Abendmahl war zur Zeit Jesu die Feier des jüdischen Pessachmahles (mit gebratenem Lamm, ungesäuertem Mazzabrot und bitteren Kräutern). Es erinnert an jenes letzte Mahl, das die Israeliten noch in („bitterer“) ägyptischer Gefangenschaft - aber schon in der Hoffnung auf Befreiung - hielten. So wie dem ersten Pessachfest die Befreiung aus der Knechtschaft folgte, so folgte dem Abendmahl Jesu die Befreiung aus todbringenden Lebensumständen.

 

In der Darstellung des Lukasevangeliums (Lk 22, 14-20) versammelte Jesus am Abend vor seiner Gefangennahme seine engsten Freunde zu einem letzten Abschiedsmahl.

 

In den Zeichen von Brot und Wein gibt Jesus ihnen damals und uns heute ein Vermächtnis und sagt: Wenn ihr in meinem Namen euch versammelt, Brot und Wein miteinander teilt, seid ihr eine „Communio“, eine Mahlgemeinschaft. Wie ich für euch ganz da bin, so seid auch ihr Nahrung und Stärkung füreinander und für andere.


((S. Heindl)