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Die Tage der Karwoche

Der Gründonnerstag

Der Gründonnerstag ist der erste der sogenannten „Drei Österlichen Tage“.

An diesem Tag erinnern wir uns an das letzte Abendmahl und die Nacht vor dem Leiden Jesu.


Dieses Abendmahl war zur Zeit Jesu die Feier des jüdischen Pessachmahles (mit gebratenem Lamm, ungesäuertem Mazzabrot und bitteren Kräutern). Es erinnert an jenes letzte Mahl, das die Israeliten noch in („bitterer“) ägyptischer Gefangenschaft - aber schon in der Hoffnung auf Befreiung - hielten. So wie dem ersten Pessachfest die Befreiung aus der Knechtschaft folgte, so folgte dem Abendmahl Jesu die Befreiung aus todbringenden Lebensumständen.

 

In der Darstellung des Lukasevangeliums (Lk 22, 14-20) versammelte Jesus am Abend vor seiner Gefangennahme seine engsten Freunde zu einem letzten Abschiedsmahl.

 

In den Zeichen von Brot und Wein gibt Jesus ihnen damals und uns heute ein Vermächtnis und sagt: Wenn ihr in meinem Namen euch versammelt, Brot und Wein miteinander teilt, seid ihr eine „Communio“, eine Mahlgemeinschaft. Wie ich für euch ganz da bin, so seid auch ihr Nahrung und Stärkung füreinander und für andere.

 


Für die GESTALTUNG ZUHAUSE: Gemeinsam Mahl halten

wie zu Beginn des Christentums

 

Tisch decken mit Kerzen, Brot, Wein oder Traubensaft, z.B. auch Bitterkräuter

Sich um den Tisch versammeln, eine Kerze entzünden

 

Lied: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind GL 738

 

Gebet 

Herr Jesus Christus, wir sind hier in deinem Namen versammelt,

und du bist mitten unter uns. Du bist unser Licht, du bist unsere Liebe, du bist das Brot, das Leben schenkt. Wo du bist, ist Leben. Lass uns Brot füreinander sein, in dem wir teilen. Amen.

 

Bibeltext: z.B. Lk 22, 14-20 : Die Erzählung vom Letzten Abendmahl

 

Wir beten für uns und andere: Fürbitten frei formulieren

Aussprechen, was uns auf dem Herzen liegt oder schweigend Teelichter entzünden

 

Segensspruch über das Brot

Herr, unser Gott, wir loben dich.

Du schenkst uns das Brot, die Frucht der Erde.        

V/A: Guter Gott, wir loben dich

 

Christus sagt: Ich bin das Brot des Lebens für euch.

Gott unseres Lebens, wir danken dir für deinen Sohn Jesus Christus.

V/A: Guter Gott, wir loben dich

 

Heilsam und befreiend wollte er für die Menschen da sein.

Darin sollten wir ihm folgen.

So bitten wir: Segne diese Brot, Zeichen des Lebens,

das uns verbindet zu dieser Gemeinschaft und auf der ganzen Welt.

Jesus, der Herr, gebe uns seinen Frieden. Amen.

 

Vater Unser

Brot brechen, teilen, essen und trinken - Gedanken austauschen

 

Dankgebet und Segen nach dem Essen

Herr, wir danken dir für das gemeinsame Mahl.

Für die guten Gedanken und Gespräche, die du uns geschenkt hast.

Segne unsere Familie und Hausgemeinschaft. Segne alle, die gerade in Stille und ganz für sich alleine die momentane Situation aushalten.

Segne alle, die heute Abend nicht bei uns sein können. Amen.

 

 (Diözesanpräses Sebastian Heindl)