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Die Tage der Karwoche

Karfreitag


Der Karfreitag (von „kara“ Kummer, Klage, Trauer) ist der Höhepunkt der Karwoche. Wir gedenken an diesem Tag des Leidens und Sterbens Jesu Christi am Kreuz.

…Die Soldaten, der Hauptmann und die Gerichtsdiener der Juden nahmen Jesus fest, fesselten ihn…Wieder leugnete Petrus und gleich darauf krähte ein Hahn….Da lieferte er ihnen Jesus aus, damit er gekreuzigt würde…Und er selbst trug das Kreuz und ging hinaus zur sogenannten Schädelstätte…Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere, auf jeder Seite einen, in der Mitte aber Jesus….Als Jesus von dem Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! Und er neigte das Haupt und übergab den Geist (Joh18,1-19,42)

 

Die Darstellung des Leidens und Sterbens Jesu führt uns hinein in eine totale Hilflosigkeit in ein absolutes Ausgeliefertsein, in die Frage nach Leid und Tod und die Frage wie kann Gott all das Leid und den Tod in dieser Welt zulassen?

Das muss man erst mal aushalten und darf nicht vorschnell auf Ostern auf die Auferstehung verweisen; das hieße das Leid nicht ernst zu nehmen und letztlich auch Gott nicht ernst zu nehmen. Wir dürfen Gott unser Leid hinhalten und mit Jesus den Psalm 22 beten: Mein Gott, mein Gott warum hast du mich verlassen.

 

 

 

Zu den großen Fürbitten müssen wir heuer erneut eine hinzufügen:

 

Lasst uns auch beten für alle Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind; für alle, die in Angst leben und füreinander Sorge tragen; für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssen und im Einsatz sind für die Gesellschaft, aber auch für die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat.

 

(Beuget die Knie. – Stille – Erhebet euch.)

 

Allmächtiger, ewiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke; viele Generationen haben dich als mächtig erfahren, als Helfer in allen Nöten. Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, und stärke in uns den Glauben, dass du alle Menschen in deinen guten Händen hältst. Die Verstorbenen aber nimm auf in dein Reich, wo sie bei dir geborgen sind. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 Es folgt das Vater unser


(Diözesanpräses Sebastian Heindl)